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Wahlen in Freiburg

am 26.5.2019

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Berlin-Demo

23.Mai 2019

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Download:

-> Aktueller Flyer 04/2019 

Rettet unseren Schauinsland!

                   mehr Infos unter: www.berlin-demo.de

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Ein Bericht von Hans-Peter Buttenmüller:
Am Freitag hatte die Bürgerinitiative "Unser Schauinsland" zu einem Vortrag in den Bürgersaal eingeladen. Professor Dr. Thomas Feuerstein  aus Horben sprach  zum Thema  "Infraschall aus physikalischer, biologischer und medizinischer Sicht". Prof Dr. Feuerstein  ist emeritierter Professor und er war als Arzt und Wissenschaftler am Universitätsklinikum in Freiburg tätig.
Der Bürgersaal war gut gefüllt. Außer Horbener Bürgern waren auch zahlreiche auswärtige Personen anwesend. Die Mehrzahl erhoffte sich Argumente, um sich eine Meinung zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen in der Nähe von Siedlungen bilden zu können. Dr. Swen Maas moderierte den Abend und Dirk Adam filmte den Vortrag.
Prof. Dr. Feuerstein war sehr darum bemüht, das komplexe Thema allgemein-verständlich rüber zu bringen. Wer zunächst befürchtet hatte, dass er mit "fach-chinesischen" Formeln und Zahlen überhäuft würde, sah sich angenehm überrascht. Dennoch wurde einmal mehr deutlich, dass das Thema für den durchschnittlich informierten Bürger schwierig zu erfassen ist. 
Ich persönlich konnte nachvollziehen, dass der Betrieb von Windkraftanlagen in Siedlungsnähe Probleme aufwirft, die bisher weitgehend noch gar nicht belastbar untersucht worden sind. Um fachlich richtige Aussagen tätigen zu können, müssten deutlich mehr überprüfte Studien durchgeführt werden. Die Fakten müssten viel besser aufbereitet und dargestellt werden. Vielfach würden "Äpfel mit Birnen" verglichen. 
Durch den Vortrag des Prof. Dr. Feuerstein wurde mir noch deutlicher bewusst, dass die Genehmigungsbehörden gar nicht wissen, über was sie wirklich entscheiden. Wissenschaftlich abgesicherte Fakten liegen nicht vor. Aus politischem Opportunismus und unter dem Druck  interessierter Lobbyisten wird hier einer Technik die Bahn frei gemacht, deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen derzeit überhaupt nicht einzuschätzen sind. 
In der anschließenden Diskussion beantwortet der Referent zahlreiche Fragen. Leider waren auch diesmal wieder zwei polemisch auftretende "Pseudo-Wissenschaftler" anwesend, die sich mit angelesenem Halbwissen zu Co-Referaten befähigt sahen. Man kann zur Windkraft unterschiedlicher Meinung sein. Doch es eignet sich nicht zur Selbstdarstellung und zu notorischer Besserwisserei. Das sollten die beiden selbst-ernannten Welten-Retter erkennen und sich zurücknehmen. Bei Fach-Diskussionen können sie jedenfalls erkennbar nicht mitreden.
Der im Ortsteil Bohrer im Schatten des Taubenkopfes wohnende Gemeinderats-Kandidat Andreas Schmauder rief kollektive Heiterkeit hervor: Er wollte die positiven Auswirkungen von Infraschall besser in den Vordergrund gerückt sehen. Durch Infra-Schall werde das Denkvermögen verbessert, Bluthochdruck vermindert und Herzrasen geheilt. Dem Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. Feuerstein liegen dazu allerdings keine Erkenntnisse vor.
 
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Einladung zum Gründungsfest am Montag, 8.4.2019 ab 18 Uhr in der Stollenhütte. Bei einem gemütlichen Hüttenabend wollen wir unsere Vereinsgründung feiern und laden hierzu die Vereine von Kappel und Horben sowie alle interessierten Bürger ein.

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Infomarkt am 2.4.2019 zum Thema Windkraft in Kappel:
Der Verein distanziert sich von dieser Veranstaltung, welche ihren Schwerpunkt auf das Thema Lärm und Infraschall legt. Die Genehmigungen von Windkraftanlagen basieren auf der sogenannten Technischen Anleitung "Lärm", eine Anleitung für Messverfahren, die von1998 stammt und auf Anlagen der heutigen Dimensionen nicht ausgelegt ist. Deshalb stellt die Einhaltung von aktuellen gesetzlichen Lärmschutzgrenzen auch keinen angemessenen Schutz vor Lärm und Infraschall dar. Der Abstand von 480 m zur Wohnbebauung im Kappler Tal ist immernoch zu gering. Selbst der empfohlene Vorsorgeabstand von 700 m in Baden-Württemberg ist nicht ausreichend, wie zahlreiche Betroffene aus Gersbach und dem Schuttertal berichten.
Das Forum Energiedialog ist eine vom Umweltministerium Baden-Württemberg bezahlte Institution und stellt für uns deshalb keine neutrale Instanz zum Thema Windkraftausbau dar.
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Auf die Reaktion der Stellungnahme ist in der BZ ein Artikel erschienen mit dem Titel: "Kritik an einer Windkraftlobbyistin im Rathaus" - Der Verein, der die Rotoren auf dem Taubenkopf verhindern will, sieht Interessenkollision – die Stadtverwaltung weist das zurück (BZ,22.3.2019)

Stellungnahme des Vereins zum BZ-Artikel vom 4.3.2019

In der Badischen Zeitung vom 4.3.2019 „ Zwei statt drei Windräder für den Taubenkopf“ wurde über Fertigstellung der Planungen der Ökostromgruppe berichtet. Hierzu möchten wir Stellung nehmen:

  1. Die Anlagen des Projektierers am Roßkopf und auf der Holzschlägermatte (Regiowind) erreichten in den letzten Jahren niemals das schon sehr niedrig gesetzte Ziel von 16 Mio. kWh/Jahr (17% der installierten Leistung). 2018 wurde nur ein Ertrag von 10,9 Mio. kWh/Jahr (11,5% der installierten Leistung) erzielt. Der nun vom Projektierer angegebene Ertrag von 20 Mio. kWh/Jahr ist vermutlich auch wieder höchst ambitioniert.
  2. Dass die Lärmvorschriften eingehalten werden können, bezweifeln wir sehr. Die Immissionsgutachten beziehen sich auf ein flaches Relief. Gerade bei einer so steilen und komplexen Tallage wie im Kapplertal, kann dies nicht berechnet werden und ist bisher auch nicht berechnet worden.
  3. Der Ökostromgruppe sind in den letzten 6 Jahren zwei bestens gewartete WKA abgebrannt. Gerade nach einem heißen und trockenen Sommer wie 2018 ist es grob fahrlässig, WKA inmitten eines geschützten Walds zu bauen. Die Möglichkeit eines großflächigen Waldbrands, der selbst Horben und Freiburg gefährden könnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Sperrzone betrug bei der nur halb so hohen WKA bei Lahr 500 m. Der Abstand zur Bebauung in Kappel beträgt aber jetzt immer noch lediglich 480 m. Wie groß muss der Evakuierungsabstand bei einer 246 m hohen WKA sein?
  4. Für Freiburg ist es äußerst lukrativ, den Wald am Taubenkopf in ein Industriegebiet umzuwandeln und eine fünfstellige Pacht zu kassieren. Somit ist die Stadt Freiburg sowohl Nutznießer als auch Genehmigungsbehörde. Die Genehmigungsbehörde ist – nebenbei bemerkt - das Umweltschutzamt in Freiburg.
  5. Die Abteilungsleiterin für technischen Umweltschutz im Umweltschutzamt, Frau Dr. Sandra Hook, ist zugleich Lobbyistin für Windkraft, da sie im größten Lobbyverband der Windindustrie - dem Bundesverband Windenergie - Vizepräsidentin ist. Damit liegt das Interesse des Umweltschutzamtes, welches gleichzeitig Genehmigungsbehörde ist,  wohl klar auf der Hand.
  6. Die geplanten WKA liegen inmitten des Landschaftsschutzgebiets Schauinsland, im UNESCO Biosphärenreservat, direkt angrenzend an das Naturschutzgebiet Schauinsland und an das europäische FFH Schutzgebiet. Diese Schutzgebiete wurden ausgewiesen, weil es sich um hochsensible Bereiche handelt. Hier leben geschützte Arten, wie Fledermäuse, Rotmilan, Wespenbussard und Wanderfalke. Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere 100.000 Vögel und Fledermäuse durch WKAs getötet. Dieses wertvolle Gebiet beim Taubenkopf darf daher nicht in ein Industriegebiet für WKAs umgewandelt werden.
  7. Für die Reduktion von CO2 gibt es in der EU den europäischen Emissionshandel, d.h. das durch Windkraft eingesparte CO2 wird durch die frei werdenden Emissionszertifikate woanders in der EU freigesetzt und somit wird der EU CO2 Gesamtausstoß nicht reduziert.

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  Lichtermeer vor dem Rathaus Freiburg 7.3.2019

 Vielen Dank an Alle, die gekommen sind und uns zugehört haben!

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Bericht über unseren Informations- und Diskussionsabend „Windkraftanlagen oberhalb von Freiburg-Kappel?“

Der Verein Unser Schauinsland hat am 7.2. 2019 zu einem Film-, Informations- und Diskussionsabend rund um das Thema in den Gemeindesaal Kappel eingeladen.Die Veranstaltung war gut besucht und vor dem interessierten Publikum stellte unser Vorsitzender Alexander Morgenstern zunächst den Verein und sein Anliegen – den Natur- und Landschaftsschutz des Schauinslandes – vor.

Anschließend wurde der Film „In einem Dreivierteljahr“ in einer halbstündigen Version gezeigt. Im Film werden die Folgen einer industriellen Überformung in ökologisch sensiblen Waldgebieten durch den Ausbau von Windkraftanlagen ebenso dokumentiert wie eine teilweise schwer nachvollziehbare Genehmigungspraxis. Nach einer kurzen Pause veranschaulichte Herr Morgenstern mit Hilfe von Karten, Zahlen und Visualisierungen, was mit den geplanten 230 m hohen Anlagen auf die Kappler zukommen könnte.

Aus eigener Erfahrung berichtete hierzu Herr Markus Schätzle aus Schuttertal. Er lebt mit seiner Familie in ca.1600 m Abstand zur nächsten Windkraftanlage und hat seit dem Ausbau mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Da in Kappel der Abstand zu den nächsten Wohnhäusern nur 430 m betragen soll, löste sein Bericht einige Betroffenheit aus. Auch die Bewohner der Molzhofsiedlung bzw. von Horben sind mit ca. 2000 m bzw.1600 m Abstand nicht außer Gefahr.

Ein weiteres Thema war das Risiko eines Windradbrandes und die Gefahr eines Waldbrandes insbesondere bei einem so trockenen Sommer wie in 2018. Leider hat uns die Wirklichkeit schnell eingeholt, denn bereits am 8.2.2019 brannte wieder ein Windrad bei Lahr. Die Feuerwehr sperrte das Gelände im Umkreis von 500 m um das Windrad ab.

Die anschließende lebhafte Diskussion zeigt, dass die Problematik Windkraft auf unserem Schauinsland mitunter starke Gefühle auslöst. Einige Kappler hatten vor der Veranstaltung noch gar nichts von dem Bauvorhaben gewusst. Der gut gefüllte Saal und das große Interesse der Besucher hat uns sehr gefreut.

 

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Am Freitag, dem 18. Januar 2019, fand im Horbener Bürgersaal unser erster Informationsabend zum Thema "Windräder am Taubenkopf ?" statt.
Wir möchten uns bei allen Gästen für das große Interesse bedanken: der Bürgersaal war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Bedanken möchten wir uns auch bei Herrn Etscheit, der aus München anreiste, um einen Vortrag zu halten und vor allem bei Herrn Markus Schätzle aus dem Schuttertal, der aus seinem Alltag im Schatten der Windräder berichtete.
Nach kurzer Begrüßung und Vorstellung der Vorstände des Vereins „Unser Schauinsland e.V.“ - Alexander Morgenstern und Bianca Guzzoni - begann der Abend mit der Filmvorführung „In einem Dreivierteljahr“ – einer emotionalen und gleichzeitig informativen Darstellung der Windkraftindustrie mit einhergehender Zerstörung von Natur und Lebensqualität der betroffenen Menschen und Tiere. Nach 10minütiger Pause erläuterte uns Herr Dr. Swen Maas unter Zuhilfenahme von Landkarten des Taubenkopfs und Visualisierungen sowohl von Horben, Kappel und Günterstal, was auf uns alle zukommen könnte.
Im Anschluss hat Herr Georg Etscheit einen lehrreichen, weit ausholenden, aber auch passagenweise recht provokativen Vortrag „Geopferte Landschaften“ gehalten. Damit wurde die Geduld einiger Besucher des Abends leider überstrapaziert. Sein Hinweis darauf, dass besonnene Naturfreunde inzwischen von Befürwortern der Windkraftindustrie als „Klimaschänder“ und „Rechte“ verleumdet werden, gehörte nicht zu unserem Anliegen, nämlich eine sachliche Diskussion zum Thema Windkraftanlagen auf dem Taubenkopf anzustoßen.

Uns geht es um den Schutz von Menschen, Natur und Landschaft, welcher durch die aktuellen Planungen am Taubenkopf gefährdet ist. Herr Markus Schätzle aus dem Schuttertal veranschaulichte uns am Ende in seinen Berichten die möglichen Folgen eines derartigen Projektes und was es bedeutet, Tag und Nacht im Geräuschkegel der Windmühlen im Abstand von ca. 1600 Metern zu leben ... in der bitteren Gewissheit, wegen umstrittener, unausgereifter und menschenunfreundlicher Planungen Haus und Heimat bald verlassen zu müssen.
Der Abend endete mit der berechtigten Sorge, was können die Horbener tun?

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