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Die Natur des Schauinslands 

Einzigartiges Refugium für 120 gefährdete Tier- und Pflanzenarten

Der Schauinsland ist nicht nur einer der höchsten Berge des Schwarzwaldes. Er beherbergt auch Freiburgs größtes Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Das Schauinslandrelief  bietet die Grundlage für eine große räumliche und landschaftliche Vielfalt mit einer Reihe unterschiedlicher Lebensräume und einer spezifischen Artenvielfalt.

Besonders prägnant sind die vielfältigen Wälder, die einen Großteil Windbuche am SchauinslandWindbuche am Schauinslanddes Berges bedecken und gleich mehrere Klimazonen durchziehen. Man findet hier Laubmischwald ebenso wie subalpine Bergwälder mit natürlicher Fichtenbeimischung. In den steilen, nach Norden und Westen exponierten Hängen existieren naturnahe Gebirgswälder mit teils schroffen Felsformationen. Hier dominieren Buchen, Bergahorn, Tannen und Fichten. In tieferen Lagen wachsen neben den charakteristischen Buchen auch Eichen und Douglasien. Zum Teil wurden Flächen auch mit der schnellwüchsigen Fichte aufgeforstet.

Die Feld-Wald-Verteilung hängt nicht nur mit der Topographie zusammen, sondern lässt sich auch auf den mittelalterlichen Bergbau zurückführen. Damals wurden große Mengen an Holz verbraucht und in der Gipfelregion entstanden freie Flächen, die noch heute als Wiesen und Weiden genutzt werden.

Die Gipfelregion ist von Bergmähwiesen, Borstgrasrasen, Flachmooren und eiszeitlichen Felsbildungen geprägt. Die bizarren Weid- und Windbuchen sind längst zu einem Wahrzeichen des Schauinslands geworden. Die mageren Weiden der Höhenlagen – extensiv beweidet und ohne Einsatz von Dünger - sind arm an Nährstoffen, jedoch reich an seltenen und bedrohten Arten. Deshalb ist es angewandter Naturschutz, diese Art der Landschaftspflege  zu bewahren.

Sumpfherzblatt            Foto S. FrankSumpfherzblatt Foto S. FrankIm rauen Klima des Gipfels gedeihen seltene hochmontane Pflanzen wie der Schweizer Löwenzahn, Arnika, Flügelginster, das gefährdete Katzenpfötchen, die auffällige Silberdistel, sowie der Krause Rollfarn.

Weiter unten, etwa im Kappler Tal, findet man nasse Orchideenwiesen. Hier wächst auch das zarte Sumpf-Herzblatt.Geflecktes Knabenkraut          Foto: S.FrankGeflecktes Knabenkraut Foto: S.Frank

Auf dem Schauinsland heimische seltene Tiere sind Fledermäuse, wie die Wimpernfledermaus und das Mausohr, die in den verlassenen Stollen ihre Winterquartiere beziehen.

An Vögeln finden sich noch die beeindruckenden Auerhühner – für die ein besonderes Schutzprogramm läuft-, sowie Wespenbussard, Wanderfalke, Waldschnepfe, Ringdrossel und Schwarzkehlchen, um nur einige zu nennen.

Unter den Säugetieren sind als Besonderheit die in den Gipfellagen heimischen Gämsen zu nennen - als „Relikt“ einer gezielten Ansiedelung dieser eigentlich ortsfremden Spezies als Jagdwild zu Zeiten des Nationalsozialismus.

Der Schauinsland zeigt sich heute als eine vielfältige und artenreiche Kulturlandschaft, in der über 120 gefährdete Tier- und Pflanzenarten ein einzigartiges Refugium finden.

 

 

Quelle: Amtsblatt Freiburg vom Juni 2009

 

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